GIUSEPPE ARCIMBOLDO (1862-1918)
Der Renaissancemaler Arcimboldo war anfangs als Mitarbeiter seines Vater tätig, der als Maler am Mailänder Dom arbeitete. 1562 beorderte ihn der Habsburger Kaiser Ferdinand I an den kaiserlichen Hof in Prag. Auch die Nachfolger von Ferdinand, Maximilian II und Rudolph II, waren sehr von den phantastischen Talenten des Malers Arcimboldo beeindruckt. Er verblieb bis kurz vor seinem Tod am Hof als Maler, aber auch als Architekt, Entwerfer bizarrer Kostüme und Bühnenbildner, sowie als Organisator großer Festlichkeiten und Turniere. Seine Arbeit wurde in handwerklicher und künstlerischer Hinsicht sehr geschätzt, die exzentrischen, manchmal komischen Aspekte, formten wohl eine willkommene Abwechslung von der harten politischen alltäglichen Realität. Arcimboldo dankt seine heutige Bekanntheit an die Erfindung des kunstvoll entworfenen Kompositionsporträts. Bereits direkt nach seiner Ankunft am Habsburger Hof malte er seine erste Version der Porträtserie Die Jahreszeiten – Porträts, die aus Blumen, Früchten, Zweigen und Blättern zusammengestellt waren.

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